Title
Herber, Rolf/ Czerwenka, Beate, Internationales Kaufrecht, Munich 1991
Content
50 12 "

Wichtige Grundsätze, die sich verallgemeinern lassen, ergeben sich aus Art. 6 (Vorrang des Parteiwillens), Art. 9 (Berücksichtigung der Gebräuche) und Art. 11 (Prinzip der Formfreiheit von Erklärungen), letzterer jedoch mit der Ausnahme des Art. 12.

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Aus dem Grundsatz von Treu und Glauben lassen sich, wie im deutschen Recht, Prinzipien wie das Verbot mißbräuchlicher Rechtsausübung und des venire contra factum proprium ableiten (vgl. dazu oben Rn. 6).

14"

Zu erwähnen sind ferner folgende verallgemeinerungsfähigen Prinzipien: Das Verhalten einer Vertragspartei ist an objektiven, durch die Anschauungen des internationalen Handels geprägten Maßstäben zu messen (Art. 8 II); diese Anschauungen entscheiden auch über die Bedeutung einer rechtsgeschäftlichen Erklärung (Art. 8 I). Die Parteien haben sich gegenseitig zu informieren (so auch Enderlein / Maskow / Stargardt, Art. 7 Anm. 10.1; Honnold, Rn. 100). Ein drohender Schaden ist möglichst gering zu halten (Art. 77, 85, 86; auch Honnold, Rn. 101).

Referring Principles
Trans-Lex Principle: I.2.2 - Trade usages
Trans-Lex Principle: I.1.3 - Forfeiture of rights
Trans-Lex Principle: I.1.2 - Prohibition of inconsistent behaviour
Trans-Lex Principle: IV.1.1 - Freedom of contract
Trans-Lex Principle: IV.4.1 - Freedom of Form
Trans-Lex Principle: IV.5.1 - Intentions of the parties
Trans-Lex Principle: IV.6.9 - Duty to notify / to cooperate
Trans-Lex Principle: VII.4 - Duty to mitigate
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